04.08.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Auch der Gildemeister-Konzern bekam die Krise am Werkzeugmaschinen-Markt im ersten Halbjahr 2009 deutlich zu spüren: Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis waren rückläufig. Dennoch schreibt das Bielefelder Unternehmen, das auch in der Solartechnik tätig ist, schwarze Zahlen.
So belief sich der Auftrageingang des Herstellers von Drehmaschinen, CNC-Bearbeitungszentren und Solartechnik auf 580,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1.133,4 Mio. Euro). Der Umsatz sank auf 612,7 Mio. Euro (Vorjahr: 851,5 Mio. Euro). Dennoch war die Ertragslage auch im zweiten Quartal noch positiv: Das EBITDA erreichte im ersten Halbjahr 2009 41,4 Mio. Euro (Vorjahr: 84,6 Mio. Euro), das EBIT betrug 26,9 Mio. Euro (Vorjahr: 70 Mio. Euro). Das EBT war mit 15,1 Mio. Euro ebenfalls positiv (Vorjahr: 54,3 Mio. Euro). Der Gildemsiter-Konzern weist zum 30. Juni 2009 einen Jahresüberschuss von 9,7 Mio. Euro aus, der allerdungs deutlich unter Vorjahresniveau (33,8 Mio. Euro) liegt.
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 sei ein weiterer Rückgang unvermeidbar, heißt es in einer Unternehmenmitteilung. Die frühzeitig eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen in allen Bereichen sollen die Leistungs- und Ertragsfähigkeit von Gildemeister stützen. „Unser Geschäftsmodell, das mit der Solartechnik erfolgreich ergänzt wurde, und unsere klare Unternehmensstrategie machen uns widerstandsfähig. Mit unserem breiten Kunden- und Branchenmix sowie unserer ausgeprägten Globalität werden wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern. Durch die Kooperation mit Mori Seiki erzielen wir zukünftig wichtige und notwendige Effizienzvorteile“, zeigt sich Gildemeister-Vorstandschef Dr. Rüdiger Kapitza überzeugt.
Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet der Werkzeugmaschinen- und Solartechnik-Konzern insgesamt einen deutlich rückläufigen Auftragseingang; infolgedessen werde auch die Umsatzentwicklung deutlich rückläufig sein. Kapitza: „Nach unserem derzeitigen Planungsstand gehen wir von einem positiven Ergebnis (EBIT) aus. Wegen der schwer prognostizierbaren weltwirtschaftlichen Entwicklung sind valide Aussagen auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich.“
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 ist ein weiterer Rückgang unvermeidbar. Die frühzeitig eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen in allen Bereichen sollen die Leistungs- und Ertragsfähigkeit von Gildemeister stützen. Auch durch die Kooperation mit dem japanischen Werkzeugmaschinen-Hersteller Mori Seiki erziele man zukünftig wichtige und notwendige Effizienzvorteile.
Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet Gildemeister wir insgesamt einen deutlich rückläufigen Auftragseingang; infolgedessen wird auch die Umsatzentwicklung deutlich rückläufig sein. Nach unserem derzeitigen Planungsstand gehen wir von einem positiven Ergebnis (EBIT) aus. Wegen der schwer prognostizierbaren weltwirtschaftlichen Entwicklung sind valide Aussagen auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich.
Das Werkzeugmaschinengeschäft wird nach Einschätzung des Gildemeister-Vorstands 2009 „extrem rückläufig sein“. Auch im Servicegeschäft wird ein schwacher Verlauf erwartet, weil die Kunden an Ersatzteilen und Dienstleistungen sparten. Für das Solargeschäft erwartet Gildemeister unter der Voraussetzung gesicherter Projektfinanzierungen weiterhin eine positive Entwicklung. Eine Belebung könnte im vierten Quartal mit der EMO in Mailand eintreten – ein Branchen-Highlight, bei dem der Bielefelder Hersteller vom 5. bis 10. Oktober 40 Exponate – davon sieben Weltneuheiten – im Werkzeugmaschinen-Bereich präsentieren wird.
Ausgehend von diesen Impulsen und gemäß dem derzeitigen Planungsstand gehe man für das Geschäftsjahr 2009 von einem Auftragseingang von rund 1,2 Mrd. Euro aus. Angesichts der Wirtschaftskrise werde sich das im weiteren Jahresverlauf auch auf die Umsatzentwicklung auswirken. Ceteris paribus erwartet Gildemeister für das Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 1,3 Mrd. Euro (+/-5%) und ein positives Ergebnis (EBIT) aus.
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