13.10.11 | Redakteur: Jürgen Schreier

Großer Andrang herrschte auf dem internationalen Brennstoffzellen-Fachforum f-cell Ende September 2011 in Stuttgart: 1011 Fachleute besuchten Kongress, Messe und Begleitveranstaltungen. Der Zustrom ist auch mit den vielfältigen Möglichkeiten zu erklären, die die Branche für ökologische Energieversorgungslösungen aufzeigt.
Bis auf den letzten Platz gefüllte Vortragssäle und eine optimistische Aufbruchstimmung prägten das zweitägige Brennstoffzellen-Fachforum f-cell, das am 26. und 27. September 2011 in Stuttgart stattfand. Fachbesucher aus 26 Nationen waren zum Branchen-Event mit Kongress und Messe angereist.
"Wenn wir alle Beteiligten mitrechnen, konnten wir mit den Themen Wasserstoff und Brennstoffzellen sowie Elektromobilität insgesamt über 1000 Menschen mobilisieren", freut sich Peter Sauber von der Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH, die das Fachforum gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) veranstaltet.
WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg ergänzt: „Die hohe Akzeptanz des Symposiums über die letzten elf Jahre hinweg zeigt, dass unser Konzept aufgeht. Wir schlagen einen Bogen von der Forschung und Entwicklung bis zur praktischen Anwendung. Es ist gerade dieser Praxisbezug, den die Teilnehmer, die zu zwei Dritteln aus der Wirtschaft kommen, schätzen.“
So haben die Veranstalter auch dieses Jahr viel positives Feedback erhalten. Der renommierte japanische Brennstoffzellen-Experte Prof. Masahiro Watanabe vom Fuel Cell Nanomaterials Center der Universität Yamanashi sagte: „Die Auswahl der Sprecher war exzellent. Sie vermittelten den Stand der Technik bei Brennstoffzellen, E-Mobilität und Wasserstoffwirtschaft. Immer mehr Menschen erkennen die wichtige Rolle, die Wasserstoff und Brennstoffzellen in einem künftigen klimaschonenden Energieversorgungssystem spielen können. Dazu leistet die f-cell einen wertvollen Beitrag.“
Der Beschluss, in Deutschland aus der Kernenergienutzung auszusteigen, bedeutet Rückenwind für die Brennstoffellen-Branche. Ungleichmäßig anfallender Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Sonnenkraft kann bereits heute nicht immer vollständig ins Netz eingespeist werden, da teilweise keine entsprechenden Strommengen nachfragt werden. "74 Millionen Kilowattstunden Windstrom blieben 2009 auf diese Weise ungenutzt", erklärte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller MdL in seinem f-cell-Vortrag unter Verweis auf Angaben der Bundesnetzagentur. "Auch für diesen Strom steht den Betreibern aber eine Einspeisevergütung zu. Rund 6 Mio. Euro hat das 2009 gekostet."
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