Studie

Umsätze mit Offshore-Windenergie werden sich fast vervierfachen

02.02.12 | Redakteur: Stéphane Itasse

Vom Bauboom bei der Offshore-Windenergie profitiert vor allem der Mittelstand, wie eine neue Studie zeigt. (Bild: Siemens)
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Vom Bauboom bei der Offshore-Windenergie profitiert vor allem der Mittelstand, wie eine neue Studie zeigt. (Bild: Siemens)

Die Offshore-Windenergie wird in Deutschland zum Job- und Wachstumsmotor: Laut einer Studie der Unternehmensberatung Pricewaterhousecoopers (PWC), Frankfurt, wird sich die Zahl der Arbeitsplätze bis zum Jahr 2021 auf 33.000 erhöhen, 18.000 mehr als 2010. Noch weitaus deutlicher sollen aber die Umsätze steigen.

Die Zahl der Beschäftigten in kleinen und mittelgroßen Betrieben verdoppelt sich nach einer Studie von PWC mit dem Branchenverband WAB von gut 13.000 auf 28.000. Der Umsatz in der gesamten Wertschöpfungskette vom Planungsbüro über die Anlagenfertigung bis hin zu Spezialfirmen für Wartung und Rückbau dürfte von 5,9 Mrd. Euro (2010) auf 22,4 Mrd. Euro im Jahr 2021 steigen, wie die Unternehmensberatung am Donnerstag mitteilt. Erlöse aus der Stromeinspeisung seien in dieser Summe nicht berücksichtigt.

Bis zu 10 GW Kapazität von Offshore-Windkraftanlagen angestrebt

Den Prognosen liege die Annahme zu Grunde, dass bis 2021 vor Deutschlands Küste Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 8,7 GW errichtet sind. Die Bundesregierung hat im Rahmen der Energiewende ein Ausbauziel von 10 GW bis 2021 vorgegeben. Heute in Betrieb sind laut Mitteilung Offshore-Windkraftanlagen mit einer Kapazität von 200 MW.

„Die Zielmarken für die Offshore-Windenergie vor deutschen Küsten sind ambitioniert, aber zu erreichen. Das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz hat sichere Rahmenbedingungen für Investoren und Anlagenbetreiber geschaffen. Jetzt geht es vor allem darum, Probleme bei der Finanzierung der Offshore-Windparks zu lösen“, meint Norbert Schwieters, Partner bei PWC und Leiter des Bereichs Energiewirtschaft.

Finanzierung von Offshore-Windenergie bleibt riskant

Während das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) seit Jahresanfang 2012 Projektentwicklern und Anlagenbetreibern eine feste Einspeisevergütung über mindestens zwölf Jahre garantiert, bleiben Finanzierungsrisiken weiter bestehen. Derzeit sind an der Finanzierung eines Windparks bis zu 16 Banken beteiligt, was häufig zu Abstimmungsschwierigkeiten und Verzögerungen führt. Zudem halten sich private Kapitalgeber wegen der schwelenden Euro-Schuldenkrise mit Zusagen zurück.

„Zwar hat die KfW mittlerweile ein Offshore-Förderprogramm im Volumen von 5 Mrd. Euro aufgelegt, doch können mit dieser Summe nur etwa zehn Windparks realisiert werden. Weitere Initiativen der öffentlichen Hand wären daher wünschenswert, auch für Infrastruktur wie zum Beispiel Häfen“, kommentiert Ronny Meyer, Geschäftsführer der WAB.

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