DB Research

Stromspeicher sind wesentliche Bausteine der Energiewende

02.02.12 | Redakteur: Jürgen Schreier

Nach einer Studie von DB Research wird sich der Bedarf an kurzfristiger Stromspeicherung bis 2025 zumindest verdoppeln und danach weiter wachsen. Der altersbedingte Wegfall fossiler Kraftwerksleistung und der Kernenergieausstieg erfordern neue, auf Bedarf abrufbare Kapazitäten, um künftige Engpässe zu vermeiden.

Eine ehrgeizige Energiewende, wie sie von der deutschen Bundesregierung beschlossen wurde und in anderen Staaten angestrebt wird, birgt große Herausforderungen, die zu bewältigen sind. Eine Herkulesaufgabe ist die Integration der dynamisch wachsenden, gleichfalls aber auch relativ schwankungsintensiven regenerativen Elektrizitätserzeugungsquellen.

Pump- und Druckluftspeicher sowie Speicherkraftwerke erlauben kurzfristige Speicherung

Die Volatilität der zunehmenden Solar- und Windenergiemengen muss ausbalanciert und dem Verbrauch angepasst werden, um die Stromversorgung in Deutschland zu stabilisieren und Blackouts zu vermeiden. Die Speicherung der elektrischen Energie ist ein probates Mittel, um Stromüberschüsse zeitnah aufzufangen und wieder bereitzustellen, wenn die Nachfrage dies erfordert.

Der Bedarf an kurzfristiger Stromspeicherung dürfte sich bis 2025 zumindest verdoppeln und danach weiter wachsen. Der altersbedingte Wegfall fossiler Kraftwerksleistung und der Kernenergieausstieg erfordern (jenseits der Optionen mehr Importe und Erneuerbare sowie höhere Auslastung) neue, auf Bedarf abrufbare Kapazitäten, um künftige Engpässe zu vermeiden. Eine kurzfristige Speicherung erlauben Pump- und Druckluftspeicher sowie Speicherkraftwerke.

Investitionsbedarf für neue Energiespeicher liegt bei 30 Mrd. Euro

Spätestens 2040 ist eine regelmäßige Speicherung von 40 TWh notwendig, um die sich abzeichnenden Überschüsse aufzufangen. Überdies muss Elektrizität dann über mehrere Wochen und Monate gespeichert werden. Allein in den kommenden zwei Dekaden summiert sich der Investitionsbedarf für neue Energiespeicher in Deutschland auf rund 30 Mrd. Euro.

Wasserstoff- und Methanspeicher sind weiterzuentwickeln, damit die Energiewende bezahlbar bleibt und sicher bewerkstelligt werden kann. Zudem sind alternative bzw. additive Anpassungsstrategien wie die beschleunigte und vertiefte Integration der europäischen Elektrizitätsnetze voranzutreiben.

Download der kompletten Studie

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